Historie dieser Weiterbildung

1997 bekam P. Bertram Dickerhof als Mitarbeiter des Instituts der Orden den Auftrag, eine Qualifizierungsmaßnahme für das Leiten geistlicher Gruppen zu entwickeln und anzubieten. Er erachtete es als für eine solche Weiterbildung wichtig, dass sie den Prinzipien des gruppendynamischen Erfahrungslernens entsprach und den für Entwicklungsprozesse so wichtigen "Blick von außen" bei gleichzeitiger Nähe zur christlichen Spiritualität gewährleisten konnte. Dazu engagierte er Dr. Monika Stützle-Hebel, Freising, als Trainerin für Gruppendynamik und externe Referentin des IMS und Franz Eberhardinger, Stuttgart, als Supervisor.

Der erste Kurs unter dem Titel "Die Kunst, eine Gruppe im Glauben zu leiten, zu begleiten, zu beraten" startete 1999 mit einer kleinen Gruppe und wurde 2001 abgeschlossen. Seither hat der Kurs – später unter dem Titel "Leiten, Begleiten, Mitverantworten im Glauben" – noch fünf Mal und mit einer wachsenden Zahl an Teilnehmenden stattgefunden und erhielt erstmals 2003 die Zertifizierung durch die Sektion Gruppendynamik im DAGG (und später durch deren Nachfolgeorganisation, die DGGO), entsprechend ihrer Rahmenrichtlinien «Gruppendynamische*r Leiter*in von Gruppen».

Während zu Beginn nur katholische Ordensleute die Weiterbildung besuchten, nahmen aufgrund der Empfehlung der AbsolventInnen auch evangelische Ordensmenschen und Nicht-Ordensmenschen teil und die Kursgruppen wuchsen stetig. Die gegenseitige Befruchtung durch die unterschiedlichen Lebens-, Glaubens- und Arbeitshintergründe wurde als große Bereicherung erlebt. Aufgrund dieses Wachstums wurde 2005 das Leitungsteam durch Jochen Althoff, Berlin, erweitert.

Die zwischenzeitliche Übernahme der Leitung des Instituts der Orden und später auch der Gründung des Ashram Jesu beanspruchte die Kapazitäten von P. Dickerhof so, dass er das Referat für Führungsfragen im IMS sowie die Ausbildungsleitung für diesen Kurs an Sr. Petra Maria Hothum SND übergab, die fortan als Trainerin für Gruppendynamik unter Supervision (DGGO) den Kurs mit gestaltete.

2007, ein Jahr nach Beendigung des dritten Kursdurchgangs wurden die AbsolventInnen des Kurses ausführlich hinsichtlich der "Nachwirkungen" der Kurserfahrungen befragt. Die Ergebnisse dieser Evaluation wurden 2010 unter dem Titel «Führen lernen in Zeiten des Wandels» in der Ordenskorrespondenz dargestellt.

Einen gravierenden Einschnitt gab es 2011 durch die Auflösung des Trägervereins des Instituts der Orden und in dessen Folge des Instituts selbst. Die gerade im Kurs befindlichen TeilnehmerInnen aber auch andere AbsolventInnen beschworen die Kursleitung für eine Fortsetzung zu sorgen und schließlich fand "der Kurs" eine neue institutionelle Heimat im Institut für Fort- und Weiterbildung der Katholischen Stiftungshochschule München.

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